Was hat Schramberg mit „Amerikaneruhren“ zu tun?

Das Bild vom Uhrenträger, der mit Schwarzwalduhren auf dem Rücken in die Welt wandert, ist nicht nur Klischee. Im 18. Jahrhundert verdienten gut zehn Prozent der Schwarzwälder mit der Uhrenproduktion gutes Geld. Bis ins 19. Jahrhunderts blühte das Schwarzwälder Hausgewerbe. In der Schweiz und Amerika wurden die Uhren jedoch schon seit Jahrzehnten in Fabriken produziert, die Schwarzwälder Uhrenproduzenten waren nicht mehr konkurrenzfähig.
Doch Erhard Junghans hielt dagegen. Bei der Gründung seiner Uhrenfabrik 1861 in Schramberg setzte er gezielt auf die industrielle Fertigung. Zunächst wurden nur Einzelteile für andere produziert, 1866 die ersten Junghans-Uhrwerke. 1872 studierte der Sohn des Firmengründers in den USA die automatisierte Fabrikation. Nach der Rückkehr von Arthur Junghans hielt auch in Schramberg die Massenproduktion mit maschinell vorgestanzten Teilen Einzug. Die „Amerikaneruhren“ gingen in die ganze Welt. 1903 war Junghans Weltmarktführer: Gut 3000 Beschäftigte produzierten mehr als drei Millionen Wecker und Taschenuhren.
Den Weg des Schwarzwälder Shootingstars zeigt die Ausstellung „Amerikaneruhren weltweit“ vom 21. Juli bis 16. September 2012 im Stadtmuseum in Schramberg. Sie verfolgt die Spuren der deutschen Uhrenpioniere, zeigt die Vorbilder aus der amerikanischen Uhrenproduktion und die deutschen Nachahmerprodukte. Der Eintritt ins Stadtmuseum ist frei.

Schramberg: „Start ins Wirtschaftswunder mit dem VW-Käfer“

Kein Auto ist so mit den Wirtschaftswunderjahren verbunden wie der „Käfer“. Er steht für das Lebensgefühl der Nachkriegszeit, für Träume von Welt, für Wohlstand und Aufbruch. Der kleine „Herbie“ zeigte mit seiner simplen Technik und dem Brezelfenster den vielen größeren Autos, was „innere Werte“ leisten können. Bis zur Einstellung der Produktion 2003 in Mexiko wurden über 21 Millionen Käfer gebaut. Von keinem anderen Auto sieht man noch so viele Oldtimer auf der Straße: Er läuft und läuft und läuft.
Das Auto- und Uhrenmuseum „ErfinderZeiten“ in Schramberg widmet dem „Käfer“ ein ganzes Jahr lang eine Ausstellung: vom 1. April bis Ostern 2013 mit rund 20 VW-Käfer der Nachkriegszeit. Highlight ist der „Weltenbummler“-Käfer. Ein Längsschnitt durch einen Käfer zeigt die recht simple Technik des Wunderfahrzeugs. Das Schramberger Auto- und Uhrenmuseum ist spezialisiert auf die Motorisierung der Wirtschaftswunderjahre bis 1960. Zu sehen sind mehr als 220 Oldtimer – vom Fahrrad mit Hilfsmotor bis zu Autos.
Bis Oktober bietet Schramberg ein „Oldtimer-Arrangement“ für 161 Euro pro Person im Doppelzimmer – mit einer halbtägigen Oldtimer-Ausfahrt in den Schwarzwald mit Chauffeur sowie Ausstellungsbesuch.
www.auto-und-uhrenwelt.de

Schramberg auf der CMT als familienfreundlich ausgezeichnet

Erstmals wird die Stadt Schramberg in der Ferienregion Kinzigtal im Schwarzwald auf der CMT mit dem Prädikat „familien-ferien“ von Baden-Württemberg ausgezeichnet. Schramberg hat sich ganz auf die Wünsche und Bedürfnisse von Eltern und Kinder eingestellt. Schon jetzt stellen Familien über die Hälfte der Urlauber in der Talstadt und den sechs höher gelegenen Schramberger Stadtteilen Sulgen, Tennenbronn, Waldmössingen, Heiligenbronn und Schönbronnn.
Das Feriendorf Eckenhof und der Ferienpark Tennenbronn sind schon länger als besonders familienfreundlich zertifiziert. Jetzt sind noch vier Bauernhöfe in Tennenbronn dazu gekommen. Der Ferienhof Bühler, der Mooshof, der Oberjosenhof und der Severinenhof sind attraktive Schwarzwaldhöfe mit vielen Tieren und einem Spielangebot speziell für Kinder – inklusive Spielscheune, Trampolin und Grillstellen für die Familie.
Punkten kann Schramberg aber auch mit dem Angebot des Kinder- und Jugendbüros. Mehrere vier-bis siebentägige Arrangements mit Übernachtungen für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern bis 14 gibt es zum „Familienpreis“ zwischen 380 und 398 Euro.

Romantische Orgel: Nachwuchsorganisten in Schramberg

Schramberg besitzt in seinen Kirchen St. Maria und Hl. Geist zwei Orgeln, die ein einzigartiges Klangzeugnis der Romantik-Orgeln und zugleich ihre Exponenten sind: Opus 46 des Ludwigsburger Orgelbauers Eberhard Friedrich Walker, eingestimmt 1844, und Opus 322 der Gebrüder Späth aus Ennetach, eingestimmt 1925.
Die Walcker-Orgel in St. Maria gilt als grandioser Einstieg in den deutschen romantischen Orgelbau, die Späth-Orgel in der Hl. Geist-Kirche als Vollendung dieser Klangwelt. Mozart und Beethoven hatten kaum Werke für die Orgel komponiert. Ein neuer Orgelklang war gefragt, Eberhard Friedrich Walcker entwickelte ihn und baute im 19. Jahrhundert in aller Welt 277 orchestral und sinnlich weich klingende Orgeln.
Das Repertoire für Orgeln der Romantik ist relativ schwierig. Deshalb verspricht der Orgelwettbewerb ein außergewöhnliches Klangerlebnis. Vom 13. bis 24. Juni spielen virtuose Nachwuchsorganisten beim 4. Internationalen Orgelwettbewerb um den Eberhard Friedrich Walcker-Preis auf den beiden Orgeln in Schramberg. Erwartet werden etwa 15 Nachwuchsorganisten.
Das Arrangement „Kulturklang in Schramberg“ (23. bis 25. Juni, 134 Euro im Doppelzimmer) beinhaltet das Preisträgerkonzert in der St. Maria Kirche am 24. Juni und eine Führung „Bildhauer- und Orgelkunst in der St. Maria Kirche“.

Detaillierte Infos gibt es bei Schramberg Tourismus, Tel. Tel. 07422 29215, www.schramberg.de

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Achtung Redaktionen: Bilder für die Veranstaltungen in Schramberg können Sie unter diesem Link herunterladen: http://www.schramberg-media.de/?c=209&k=8562ee0bc1